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Service-Tipps

Ätzende Grüße: Lack in Gefahr

Ein kurzer Moment unter dem falschen Baum reicht aus, um das glänzende Auto in ein Schlachtfeld zu verwandeln. Doch Vorsicht beim Putzen: Wer jetzt zum trockenen Lappen greift, ruiniert die Oberfläche erst recht. Wir zeigen euch, wie ihr aggressive Hinterlassenschaften sanft löst und euren Lack rettet.

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Ein kleiner Fleck mit großer Wirkung: Wenn die Sonne auf den Lack brennt, wird Vogelkot zur aggressiven Gefahr für den Glanz. Bild: SP-X

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Die Sonne strahlt, der Lack funkelt, doch mitten auf der Motorhaube prangt ein unschönes Souvenir aus der Luft. Was im ersten Moment nur nach einem optischen Makel aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als chemischer Angriff auf die Karosserie. Vögel fressen Beeren, Insekten und Sämereien, was ihren Kot in eine hochaggressive Mischung verwandelt. Sobald die UV-Strahlung das Blech aufheizt, brennt sich die Säure regelreicht in die oberste Lackschicht ein. Wer hier zögert, blickt schon nach wenigen Stunden auf matte Flecken oder hässliche Ränder, die keine Waschanlage der Welt mehr einfach so wegzaubert.

Sanfte Welle statt grobe Gewalt
Wenn ihr den Fleck entdeckt, ist Schnelligkeit euer bester Freund, aber Hektik euer größter Feind. Greift niemals zu einem trockenen Küchentuch, um den Dreck einfach wegzureiben. In den Hinterlassenschaften verstecken sich oft winzige Sandkörner oder harte Reste von Insektenpanzern. Diese wirken bei Druck wie grobes Schleifpapier und hinterlassen tiefe Kratzer im Klarlack. Flutet die betroffene Stelle stattdessen großzügig mit klarem Wasser. Ein nasser Schwamm oder ein triefendes Tuch leisten hier Wunder, indem sie die Kruste langsam aufweichen. Gebt dem Wasser Zeit, in die Schichten einzudringen, bis sich der Schmutz fast von selbst löst.

Geduldprobe auf dem Blech
Besonders hartnäckige, bereits angetrocknete Krusten fordern eure Ausdauer heraus. Hier hilft ein simpler Trick aus der Profi-Kiste: Tränkt ein Tuch oder ein paar Lagen Zeitungspapier mit Wasser und legt dieses "Pflaster" direkt auf die Verschmutzung. Lasst die Feuchtigkeit einige Minuten lang einwirken, während ihr entspannt abwartet. Das Wasser weicht die harte Struktur auf, ohne den Lack mechanisch zu belasten. Für ein noch besseres Ergebnis könnt ihr einen Klecks Autoshampoo hinzufügen. Verzichtet jedoch unbedingt auf Glasreiniger oder aggressive Haushaltsmittel, da diese die schützende Wachsschicht eures Wagens angreifen und das Material spröde machen können.

Vorsorge im Kofferraum
Damit ihr gar nicht erst in Panik geratet, hilft eine kleine Notfall-Ausrüstung im Wagen. Deponiert eine Flasche Wasser und ein sauberes Mikrofasertuch in einer Nische des Kofferraums. So reagiert ihr sofort, wenn ihr nach dem Einkauf eine neue Bescherung auf dem Dach vorfindet. Wer sein Auto regelmäßig mit Hartwachs versiegelt, baut zudem eine unsichtbare Schutzmauer auf. Die glatte Oberfläche sorgt dafür, dass die Säure langsamer in den Lack eindringt und die Reinigung deutlich leichter fällt. Parkt nach Möglichkeit nicht direkt unter ausladenden Ästen oder direkt neben Straßenlaternen, denn dort lauern die gefiederten Schützen am liebsten auf ihren nächsten Einsatz.